Die leisen Stromjäger
sind eine Interessengemeinschaft, die sich an jeden 3. Samstag im Monat
um 17:00 Uhr zum gemütlichen Erfahrungsaustausch im
Restaurant an der Wegmacherkurve - Frohnreut 5, 94469 Deggendorf
treffen.
Die Treffen finden bereits seit 2015 statt, also zu einem Zeitpunkt als Elektromobilität selten und Informationen rund um dieses Thema noch schwer zu bekommen waren. Mehrere E-Auto-Fahrer trafen sich am 17.04.2015 in Kirchberg in der noch heute bestehenden Pizzeria „Piccolo Rialto“. Gemeinsames Ziel der Teilnehmer war es, „mit ein paar Neugierigen“ einen Elektro-Fahrer-Stammtisch zu initiiern.
Man vereinbarte, einen monatlichen Stammtisch zu organisieren. Der erste Termin wurde auf den 29.Mai 2015 festgelegt. Als Treffpunkt wählte man die ohnehin bei Mobilisten gut bekannte und durch das ehemalige Ruselbergrennen (1912 bis zuletzt 1983) traditionsbehaftete Gaststätte auf der Rusel an der Wegmacherkurve aus.
Soweit damals möglich, wurde das Treffen in informierten Kreisen , z.B. auf GoingElectric.de bekanntgemacht. Lademöglichkeiten gab es überraschend in unmittelbarer Nähe der Gaststätte bei „Siegi, der fünf E-Autos in der Familie hatte“ – und das bereitss im Jahr 2015!
Das nebenstehende Foto zeigt 7 unterschiedliche Fahrzeuge der Teilnehmer an diesem ersten Stammtisch am 29.05.2015.
Beim Treffen stellten die Anwesenden die ersten Elektrofahrzeuge vor, diskutierten über die damals vorhandenen verschiedenen Ladetechniken und deren Funktion und Einsatz.
Sehr wichtig war auch der Austausch von Informieren über Stand, Standorte, Funktion, Zugang und Preise der damals noch wenig vorhandenen Ladestationen.
Ab diesem Zeitpunkt fanden monatliche Treffen statt. Teilnehmer waren auch Mitarbeiter von E-Wald, einem Projekt, das als „Vorzeigemodell für Elektromobilitätsansätze im ländlichen Raum„ auch im Bayerischen Wald durch die Bayerische Staatsregierung ins Leben gerufen wurde.
Im Gegenzug fanden zumindest in den Anfangsjahren auch Treffen direkt bei E-Wald im Technologiekampus Teisnach bei gemütlichen Grillabenden statt.
Da sich die Aktivitäten von E-Wald mehr und mehr von den realen Bedürfnissen der am Stammtisch teilnehmenden, praktizierenden E-Auto-Fahrer entfernten, lag der Fokus in der Folge hauptsächlich beim Informationsaustausch der Teilnehmer untereinander, die ihre vielfältigen Erfahrungen berichteten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse zeigten, dass die vielen negativen Berichte in TV, Rundfunk und Presse, ja auch im Internet höchstens im Ausnahmefall mit der Realität übereinstimmten.
Man sollte sich erinnern, dass zum ZEitpunkt der Stammtisch-Gründung 2015 TESLA mit dem Model S bereits auf dem Markt war und speziell in Deutschland im Rahmen der Reichweite dieses Fahrzeuges bereits über ein flächendeckend ausreichendes System an Ladestandorten – jeweils mit einer größeren Anzahl an leistungsfähigen Ladesäulen – verfügte.
Ein Teilnehmer berichtete über seine bereits damals absolut problemlose Fahrt im November 2015 mit einem von E-Wald gemieteten TESLA Model S85 von Teisnach nach Bremerhaven und zurück. Die Dokumentaion dieser Reise beweis eindrucksvoll die uneingeschränkte Alltagstauglichkeit reiner Elektrofahrzeuge.
Die Reiseberichte der großen Gemeinschaft der Twizzy-Fahrer, Berichte über Fahrten mit Fahrzeugen mit 20 kWh Akku-Kapazität quer durch Europa zeigten deutlich, dass E-Mobilität schon damals keine Zauberei war.
Auch mit einem RENAULT ZOE mit "nur" 20 kWh von Deggendorf zur Nordsee nach Bremerhaven, oder über den Großglockner und die Edelweisspitze (2571 m ü.d.M) nach Kroatien, oder mit einem BMW i3 nach Spanien funktionierte bereits damals mit ausreichend vorhandenen Ladestellen in der vorhandenen Reichweite, wenn man sich entsprechend auf die beabsichtigte Fahrt vorbereitete.
Die Autobahnraststellen in Slowenien verfügten bereits 2017 über je eine Triple-Ladesäule mit DC-Schnelladefunktion mit mindestens 50 kW.
Ansonsten hatte man auf solchen Fahrten seine eigene "Ladeinfrastruktur" in Form mobiler Wallboxen dabei - Strom aus Schuko- oder sog. Kraft-Steckdosen gab und gibt es überall - in ausreichender Zahl und mit genügend Leistung, um die Fahrt fortsetzen zu können.
Interessant waren auch die Aussagen der Teilnehmer hinsichltich des Zugangs zur Ladeinfrastruktur. Sie berichteten, dass sie auf ihren Fahrten die benötigten Ladesäulen mit einer oder höchsten 2 unterschiedlichen Ladekarten freischalten konnten.
Die Erfahrungen waren ganz anders, als Politik, Presse , Rundfunk und Medien das tagtäglich mit deutlich negativer Tendenz berichteten. Schon allein daran erkannten die Teilnehmer die informative Bedeutung der monatlichen Treffen.
Das Stammlokal war immer an der Wegmacherkurve. Während der Corona-Zeit wich der Stammtisch zwangsweise auch mal tief in den Bayerischen Wald nach Lindberg aus, um ein Treffen für alle möglichen Teilnehmer organisieren zu können.
Als Ende Februar 2024 die damaligen Pächter das Lokal an der Wegmacherkurve aus privaten Gründen schlossen, begann eine Odyssee.
Wir trafen uns ein paar Monate lang im Haus Kräh in Deggendorf; dort wurde aber schon ab November 2024 der Gastronomiebetrieb für die Wintermonate "auf unbestimmte Zeit" eingestellt.
Einen Ausweichort fanden wir kurzfristig im Autohof in Hengersberg. Vorteil war, dass dort neben TESLA-Superchargern weitere leistungsfähige Lademöglichkiten vorhanden waren. Aber man konnte den Treffpunkt nur von Monat zu Monat vereinbaren.
Erfreulicherweise haben im März 2025 neue Pächter das Lokal auf der Rusel als "MEATING Deggendorf - Griechisch, Steak House & Burger" wieder geöffnet und der altbekannte Treffpunkt steht dem Stammtisch wieder zur Verfügung.
Im Laufe der Stammtischtermine kamen durch den stets wechselnden Teilnehmerkreis auch die unterschiedlichsten E-Mobile , auch Elektro-Zweiräder, zum Treffen. Begutachtung der anwesenden Fahrzeuge, der Leistungsdaten und anschließende Probefahren waren immer wesentlicher Bestandteil der Veranstaltungen.
Offen für Alles, was mit E-Mobilität zu tun hat, fand 2017 erstmals auch das Stammtisch-Treffen mit einem großen Teilnehmerkreis bei der E-Mobilen Sternfahrt anlässlich der Landshuter Umweltmesse statt.
Heute gehört Elektromobilität zum Alltag. Bei den monatlichen Treffen zeigt sich jedoch immer wieder, dass der Informationsstand der Interessenten nicht nur sehr lückenhaft sondern nahezu regelmäßig ziemlich falsch ist. Gerade wegen weiterhin unzutreffenden Rundfunk- und Presseinformationen und Medienberichten ist es für Nicht-E-Mobilisten nahezu unmöglich, sich selbst ein real zutreffendes Bild über den aktuellen Stand der E-Mobilität zu verschaffen.
Dies beginnt damit, sich bei der jetzt deutlich größeren Auswahl an Elektrofahrzeugen das für die eigenen Bedürfnisse geeignete Elektrofahrzeug auszuwählen. Dazu muss man aber auch die vielen Begriffe und Funktionsweisen, die für ein E-Auto charackteristisch sind kennen und vor allem verstehen.
Die nächsten Fragen beziehen sich auf Auswahl, Installation und Verwendung geeigneter Ladetechnik, sog. „Wallboxen„, um die Fahrzeuge zu Hause zu laden.
Ein weiteres Thema ist die Frage nach tatsächlicher Reichweite der Fahrzeuge und vorhandenen und geeigneten Lademöglichkeiten auf den vorgesehenen Fahrten.
All diese Dinge waren und sind Bestandteil der Gesprächsrunden an den Stammtischabenden der Stromjäger.
Das Stammtisch-Treffen ist und war von Anfang an keine „organisierte„ Veranstaltung und es gibt und gab daher auch keinen Veranstalter. Die Stammtisch-Teilnehmer kommen als normale Gaststättenbesucher -aber sie können sich darauf verlassen, dass ihnen am 3. Samstag im Monat der gewohnte Stamm-Tisch zur Verfügung steht. Jeder Teilnehmer kann kommen, wann er möchte - allein, zusammen mit Familienmitgliedern, Bekannten - ob schon E-Auto-Fahrer oder nicht - spielt keine Rolle.
Alle Elektrofahrzeuge mit 2 oder 4 oder X Rädern aller Marken, aber auch deren Händler, sind jederzeit gern gesehen, um den Stammtisch-Teilnehmern neue oder zusätzliche Informationen zu liefern.
Die regelmäßig anwesenden Teilnehmer freuen sich sehr über Kontakte mit (neuen) E-Mobillisten und deren Fahrzeugen, aber auch über den Besuch von allen anderen, an E-Mobilität interessieren Menschen. Für das leibliche Wohl sorgten und sorgen die jeweiligen Betreiber der Gaststätte an der Wegmacherkurve, die uns in ihren gemütlichen Gasträumen oder an Sommerabenden auf der einladenden Terasse mit Sonnenschirmen bewirten.
„Die leisen Stromjäger„ wünschen allen Interessierten eine gute Anreise und interessante Gespräche.
Aslo bis bald ...
Es sind noch
bis zum naechsten gemuetlichen und interessanten Erfahrungsaustausch ...












